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HEILIGER VIGILIUS KATHEDRALE

Der Dom von Trient

Der Duomo von Trento

Der Dom von Trento, dem Heiligen Vigilius geweiht, ist antiken Ursprungs. Tatsächlich gibt es Aufzeichnungen über eine Kirche, die auf dem Grab des gepeinigten Heiligen im 5. Jahrhundert erbaut und anschließend erweitert wurde. Sein heutiges Aussehen verdankt der Dom Bischof Federico Vanga, der 1212 Adamo d`Arogno mit dem Neubau des Doms beauftragte. Ihm ist auch der Grundriss des Doms zuzuschreiben. Der Bau, im Laufe der Jahrhunderte durch die Nachkommen von d`Arogno ausgeführt, erfuhr in Bezug auf den ursprünglichen Bauplan etliche Veränderungen. Diese waren sowohl den kirchlichen Erfordernissen zuzuschreiben als auch dem Wandel der Techniken im Baugewerbe. Die Nordseite, die auf den Domplatz blickt, zeichnet sich durch ihre Kunstschätze aus. An ihr befinden sich die "Porta del Vescovo", so benannt, weil dieses Portal während des Tridentiner Konzils dem Zug der Bischöfe, die vom Schloss Buonconsiglio kamen, als Eingang in den Dom diente, und eine Fensterrose, als "Glücksrad" bezeichnet, auf der in allegorischer Form daran erinnert wird, dass das Schicksal des Menschen sich von einem auf den anderen Tag ändern kann. Wesentlich schlichter zeigt sich hingegen die Südseite. Die Fassade wird durch einen Kirchturm dominiert (der zweite blieb unvollendet), während sich in der Mitte eine große Fensterrose befindet, die gegen Ende des 18. Jahrhunderts angefertigt wurde. Von besonderem Interesse ist die apsidiale Seite, charakterisiert durch das Säulenportal, die doppelte Anordnung von Winkelfenstern und den Kirchturm, als St. Romedius bezeichnet, und zwar deshalb, weil die Glocke, laut Legende, beim Tod des Heiligen, von selbst zu läuten begann. Das Kircheninnere besteht aus drei Kirchenschiffen mit Querschiff und einem ausgedehnten Presbyterium, abgeschlossen durch eine große Apsis und zwei kleiner Seitenapsiden. Besonders faszinierend ist der Kontrast, der sich aus dem romanischen Stil und der Höhe der Gewölbe ergibt, die an gotische Kathedralen erinnert. Zwei, nach oben strebende Treppen, in die Seitenwände gehauen und in entgegengesetzter Richtung zum Altar, führen zu den zwei Glockentürmen hinauf. Unter den zahlreichen Kunstwerken halten wir für besonders erwähnenswert: Die verehrte Marienfigur aus Holz, einige, von der Ausführung her außergewöhnliche Altäre, eine Reihe von Gemälden, die romanische Skulptur (Adamo d`Arogno zugeschrieben), als Madonna der Ertrunkenen bezeichnet, zu deren Füßen die Leichname gelegt wurden, die entweder in der Etsch oder in den Rinnsalen, die die Stadt durchzogen, ertranken sowie die Grabmäler von zahlreichen politischen und religiösen Obrigkeiten. Vom südlichen Kirchenschiff zweigt die Kapelle Alberti ab, die das große Kreuz birgt, vor dem, am 4. Dezember 1563, nach Beendigung des Konzils, die Dekrete der Gegenreform verkündet wurden. Der Hochaltar ist von einem barocken Baldachin überragt. Er wurde Mitte des 18. Jahrhunderts errichtet, als Erfüllung eines Gelübdes, das die Stadtbevökerung während der französischen Belagerung im Jahr 1703 ablegte. Der Hochaltar bewahrt die Urne mit den Reliquien des Heiligen Vigilius auf. Die zwischen dem 13. und 15. Jahrhundert gemalten Fresken werden den Malern der venetischen, lombardischen und spätgotischen Schulen zugeschrieben. Die Motive waren klassische Themen der Christenheit. Vom nördlichen Querschiff gelangt man in die unterirdische frühchristliche Basilika, deren Zugang mehrjährige Ausgrabungsarbeiten in Anspruch nahm.

Der Dom von S.Vigilio auf visittrentino.it

Piazza DuomoTel. 0039.0461.980132Öffnungszeiten: 06.30-12.00 / 14.00-20.00

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  • Castello del Buonconsiglio, Trento - Archivio APT Trento - foto Campanile